Der Photovoltaik-Markt – Chancen für ökologische Reinigung

Im Jahr 2012 deckte die Photovoltaik rund 5,7% des Nettostromverbrauchs in Deutschland. An sonnigen Tagen deckt der Photovoltaik-Strom zeitweise bis zu 35% des momentanen Stromverbrauchs und damit einen Großteil der Tagesspitze. Ende 2012 waren in Deutschland laut Bundesnetzagentur PV-Anlagen mit einer Nennleistung von 32,4 GW installiert, verteilt auf 1,3 Mio. Anlagen, damit übertrifft die Photovoltaik alle anderen Kraftwerkstypen in Deutschland.

Knapp 40% der PV-Anlagen in Deutschland werden durch Privatpersonen zur Deckung des Eigenbedarfs betrieben. Dem gegenüber stehen 60% der PV-Anlagen, die gewerblich betrieben werden.

In den letzten 10 Jahren hat sich weltweit und insbesondere in Deutschland ein Photovoltaik-Markt von zunehmender Bedeutung enwickelt. Die Marktdynamik zeigte sich eindrucksvoll in den sehr hohen Wachstumsraten, die von 2000 bis 2009 weltweit bei rund 36% p.a. lagen. Von 2003 bis 2009 verzeichnete Deutschland bei der weltweit jährlich neu installierten Leistung Marktanteile von jeweils um 50% oder darüber. 2009 erreichte der Absatzmarkt in Deutschland mit mehr als 100% ein Rekordwachstum, mit dem 11 Milliarden Euro umgesetzt wurden (weltweit wurden 20 Mio. US Dollar umgesetzt). Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren positiven Rahmenbedingungen für Photovoltaik-Projekte entstand in Deutschland auf allen Wertschöpfungsstufen eine leistungsfähige und erfolgreiche Photovoltaik-Branche. Die zum 1.7.2010 in Kraft getretene Änderung des EEG verlangt den Photovoltaik-Unternehmen in den nächsten Jahren aber auf allen Wertschöpfungsstufen über bereits realisierte Preissenkungen hinaus zusätzliche Anstrengungen ab, wenn sie bei dem vorgesehenen Vergütungstarif in Deutschland auch zukünftig rentabel Projekte umsetzen wollen. Dies erfordert weitere Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen durch Nutzung von Innovationspotentialen und Wahrung eines hohen Qualitätsniveaus. Unter diesen Voraussetzungen kann der Einstieg in den Massenmarkt gelingen, insbesondere dann, wenn Effizienzgewinne dazu führen, dass deutsche Unternehmen in größerem Umfang ausländische Märkte erschließen können.

2011 durchlebte die PV-Industrie durch Billig-Konkurrenz aus Asien und deutliche Förderkürzungen in den unterschiedlichsten Märkten, sowie massive Produktions-Überkapazitäten einen Umbruch. Dieser wurde jedoch durch die neu installierten Märkte in Italien und dem starken deutschen Markt kompensiert. In 2012 und 2013 ist ein hohes Wachstum vor allem in China, USA und Japan voraus-gesagt, der vor allem durch die technische Weiterentwicklung geprägt wird.

In Deutschland wurden bis Ende 2011 insgesamt 1 Mio. PV-Anlagen installiert auf einer Gesamtfläche von 192 Mio. m². 4,13 Mio. Einfamilienhäuser wurden mit einer PV-Anlage ausgestattet. Der PV-Zubau weltweit liegt bei etwa 2 GWp je Monat liegen. Geht man von einer durchschnittlichen Modulgröße von 200 Wp aus, werden täglich etwa 330.000 Module auf Dächer oder auf Freiflächen montiert. Davon mehr als ein Drittel – also deutlich über 100.000 – allein in Deutschland.

Der Ausblick für die Zukunft der Photovoltaik-Industrie zeigt eine positive Entwicklung. Greenpeace geht davon aus, dass bei einer ehrgeizigen Branchenentwicklung und hoher Energieeffizienz im Jahr 2030 bis zu 7% des voraussichtlichen globalen Strombedarfs durch solarthermische Kraftwerke gedeckt werden, im Jahr 2050 sogar ein Viertel. In diesem Szenario können Länder mit den größten Sonnenressourcen insgesamt Folgendes erreichen:

  • weltweit jährlich 15 Milliarden Euro Investitionen, die 2050 einen Spitzenwert von etwa 175 Milliarden Euro erreichen
  • bis 2020 über 200.000 neue Arbeitsplätze und bis 2050 über 2 Milliarden neuer Arbeitsplätze
  • im Jahr 2020 jährlich eine Einsparung von 213 Tonnen Co2, bis 2050 jährlich sogar 4,7 Milliarden Tonnen

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